Chronik der Neuapostolischen Kirchengemeinde in Frechen
Wie alles begann. Die Gemeinde Frechen von ihren Anfängen aus dem Jahr 1921 bis 2010. Ein paar markante Einblicke!
2009
Das Jahr 2009 war wieder einmal geprägt von schönen Gottesdiensten,
gemeinsamen Aktionen und besonderen Anlässen.
In Erinnerung möchten wir an dieser Stelle einmal die Unterstützung des Europajugendtages, die Apostelgottesdienste, die Hochzeiten und Taufen, Amtseinsetzungen, Gemeindefeste und das Erntedankfest rufen.
Zu guter letzt wurden im Dezember die Nebenräume renoviert.
2008
Das Jahr 2008 hatte begonnen. In der Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen stand es unter dem Motto „Das Jahr der Gemeinde“. Bezirksapostel Armin Brinkmann, Leiter der Gebietskirche, wollte damit die Gemeinschaft vor Ort stärken. Das Ziel: Jede Gemeinde sollte eine „Wohlfühlgemeinde“ sein. Auch Frechen namm sich dem Thema an und veranstaltete Anfang Februar eine kurze Gemeindestunde, um Eindrücke und Ideen zum genannten Motto zu sammeln. Es entstand ein schöner Gedankenbaum, dessen Ideen, Wünsche und Anregungen noch heute aktuell sind.
Im März des Jahres besuchte Apostel Otten die Gemeinde Frechen und ordinierte den Diakon Dominik Eger zum Priester für die Gemeinde.
Alles neu macht der Mai. Die Renovierungsarbeiten in der Frechener Kirche sorgten dafür, dass die nachbarschaftlichen Beziehungen zur Gemeinde Horrem einmal mehr ausgebaut und vertieft werden konnten.
Nachwuchs an Ostermontag. Julian Wrhel wird geboren. Eine große Freude für die Familie und in der Gemeinde.
Am 08. Juni war es endlich soweit. Die Renovierungsarbeiten wurden abgeschlossen und die Gemeinde erlebte den ersten Gottesdienst in den aufgefrischten Räumlichkeiten.
Große Freude. Am Sonntag den 29.06. hielt Bezirksevangelist Skoppek den Gottesdienst und taufte anschließend Julian Wrhel.
Im Anschluss an den Gottesdienst (24.08.) fand bei gutem Wetter das Sommerfest auf dem Kirchengrundstück statt.
Auch das bewegte eine Gemeinde. Im September zog mit 77 Jahren der Priester i.R. Bürger in die Ewigkeit.
Ein ereignisreiches Erntedankfest. Unser Hirte Detlef Seidler hielt seinen letzten Gottesdienst als Gemeindevorsteher von Frechen. Nach 22 Jahren in dieser Beauftragung wird er zukünftig als Vorsteher der Gemeinde Köln Lindenthal dienen.
Am Sonntag den 12.10. wurde die Änderung amtlich. Der Hirte Detlef Seidler wurde von Apostel Otten offiziell für die Gemeinde Lindenthal bestätigt und beauftragte im selben Gottesdienst den Priester Wilhelm Haas als Vorsteher der Gemeinde Frechen zu dienen. Im Rahmen dieses ereignisreichen Gottesdienstes wurde fernerhin das Sakrament der HEILIGEN VERSIEGELUNG an Julian Wrhel gespendet.
Ein schönes Ereignis im Herbst. Die Gemeinde wuchs erneut. Diesmal allerdings durch Zuzug.
Das Jahr klang mit einem Überraschungsbesuch bei Bruder Hartmann aus, welcher am 30.12. sein neunzigstes Lebensjahr vollendet hatte.
2007
Zu Beginn des Jahres (am 25.1.2007) besuchte Apostel Otten die Gemeinde Frechen und legte den Grundstein für ein gesegnetes Jahr. Das Textwort „Er segnet, die den HERRN fürchten, die Kleinen und die Großen“ (Psalm 115, 13) sollte sich durch den Verlauf des Jahres bestätigen.
Im Februar und April 2007 erhielt die Gemeinde Zuwachs, der sich im Wonnemonat Mai gemeinsam vor dem Altar einfand.
Sara Berger und Hannah-Elisabeth Thißen erhielten am 6. Mai den Taufsegen vom Vorsteher der Gemeinde.
Die Gemeinschaft wächst in diesem Jahr jedoch nicht nur äußerlich sondern auch innerlich enger zusammen: Hierzu haben sicherlich auch die zahlreichen Gespräche beim „Fechener Käff´chen“, der seit Mai 2008 regelmäßig jeden 1. Sonntag im Monat stattfindet, beigetragen.
Pünktlich zum Gemeindefest fand auch für den Organisten der Gemeinde und manch musikalischem Hörer ein besonderes Ereignis statt: Die neue Kirchenorgel konnte bestaunt und eingeweiht werden.
Das Gemeindefest (am 6.10. und 7.10.) wurde dieses Jahr zu einem Erlebnis der besonderen Art, da man sich 2 Tage lang an zahlreichen Aktionen beteiligen und bleibende Eindrücke sammeln konnte. Alles unter dem einprägsamen Motto „Mittendrin - nicht außen vor“. Selbst das Wetter hatte nach dem verregneten Sommer –dem sogar das Jugendstundengrillen zum Opfer gefallen ist - ein Einsehen und zeigte sich 48 Stunden lang von seiner allerbesten Seite. Weitere Informationen kann man im Internet auf der Homepage der Gemeinde Frechen nachlesen.
2006
Am 02.12. und 03.12.2006 feierte die Gemeinde ihr 75jähriges Bestehen.
Zu diesem Anlass hielt Bischof Krebs einen Gottesdienst mit dem Textwort aus 3. Mosse 26,9 und der reger chor köln e.V. gab am Vorabend ein Benefizkonzert in der Gemeinde.
1986
Nach ihm diente der Gemeinde bis zu seiner Versetzung nach Köln-Raderberg am 14. September 1986 der Evangelist Hermann Hartmann als Gemeindevorsteher. Seit diesem Datum hat der Priester und spätere Hirte Detlef Seidler den Auftrag, der Gemeinde als Vorsteher zu dienen.
1983
Priester Meuter wurde am 27.2.1983 krankheitsbedingt zur Ruhe gesetzt.
1981
Nach dem Heimgang von Priester Schunk übernahm Priester Nikolaus Meuter die Verantwortung für die Gemeinde. Wie seine Vorgänger konnte auch er in großem Segen wirken. In seine Amtszeit fiel ein weiteres bedeutendes, für die neuapostolischen Christen aber trauriges Ereignis. Die schöne Kirche in der Rosmarstrasse sollte einer Straße weichen. Nach vielen Verhandlungen wurde schließlich erreicht, dass als Ersatz ein neues Kirchengebäude in der Gisbertstraße 2 entstand. In dieser Kirche versammelt sich auch heute noch die Neuapostolische Gemeinde Frechen. Das Gebäude hat im Kirchenschiff und der Empore ca. 260 Sitzplätze, dazu kommen Nebenräume für Kleinstkinder und Unterrichte sowie eine Sakristei. Es wurde am 26. November 1981 durch den Apostel Alfred Kusserow geweiht. Das gewählte Textwort zu Kirchenweihe aus Lukas 19, Vers 9: ‚Heute ist diesem Hause Heil widerfahren’ hat sich bis heute in jedem Gottesdienst erfüllt.
1966
In die Zeit seines Wirkens fielen auch weitere Umzüge der Gemeinde. Durch das stetige Wachstum der Anzahl der Gemeindemitglieder war eine erneute Suche nach einem größeren Raum notwendig. Dieser wurde dann im Gewerkschaftshaus in der Matthiasstraße gefunden. Aber auch diese Versammlungsstätte erwies sich nicht als dauerhaft nutzbar. Häufig waren vor den Gottesdiensten andere Veranstaltungen. Zigarettenkippen, Flaschen, Abfall und dergleichen mussten dann erste beseitigt werden, um eine würdige Stätte für den Gottesdienst herzurichten. Der Wunsch nach einem eigenen Gotteshaus wurde immer größer und wurde schließlich am 24. April 1966 erfüllt. An diesem Tag wurde unsere Kirche in der Rosmarstrasse eingeweiht.
In der Zeit des Wirkens von Paul Schunk hat die Gemeinde viel Segen erlebt. Bis zu 11 Amtsbrüder dienten der Gemeinde als Seelsorger. Er selbst hat aber auch unter dem besonderen Segen Gottes gestanden. Nach einer starken Erkältung hatte er seine Sprache verloren. Er konnte sich nur noch flüsternd bemerkbar machen. An ein Dienen am Altar war nicht zu denken. Das zog sich über einige Zeit hin. Immer wieder fragte der damalige Apostel Rudolf Dicke ihn nach seinem Gesundheitszustand, der sich jedoch nicht besserte. Schließlich sagte ihm der Apostel: Priester Schunk, Sie werden wieder Gottesdienste halten, damit sich der liebe Gott am Altar durch Sie als sprechender Mund offenbaren kann. So kam es, dass er am darauf folgenden Sonntag als Gottesdienstleiter zum Altar ging. Noch während des Eingangsliedes versagte seine Stimme. Als er jedoch das Gebet begann, war seine Stimme laut und deutlich zu vernehmen. Der liebe Gott hatte sich zu dem Wort des Apostels bekannt.
1949
Nach vielen Gebeten ergab sich eine schöne neue Möglichkeit: 1949 konnte ein Saal zur Gottesdienststätte geweiht werden, den ein Glaubensbruder im ersten Stock seines Wohnhauses im Buchenweg ausgebaut hatte. Die Einweihung wurde durch Bischof Otto aus Köln durchgeführt.
1946
Als nach Ende des Krieges nach und nach die männlichen Gemeindemitglieder nach Hause zurückkehrten, bemühte man sich erneut um einen Gottesdienstraum. Diesen stellten Geschwister in ihrer Wohnung in der Rosmarstrasse zur Verfügung. Die Nutzung war allerdings mit manchen Problemen verbunden: Der Altar stand in der Schlafzimmertür, ein Teil der Gottesdienstteilnehmer saß im Schlafzimmer, ein weiterer Teil im Wohnzimmer, ein weiterer Teil in der Küche. Küche und Schlafzimmer mussten vor jedem Gottesdienst ausgeräumt werden.
Bald danach konnte die Gemeinde dann in die Aula der Ringschule am Freiheitsring umziehen. Hier fanden ca. 150 Personen Platz; diese Räumlichkeit konnte 1946 bezogen werden. Doch auch dieser Raum war nicht ideal, besonders in den Wintermonaten. Die Aula konnte nämlich nicht beheizt werden, so dass es oft bitterkalt war. Dazu kam, dass vor jedem Gottesdienst die Stühle aus den Klassenzimmern zusammengesucht werden mussten.
Zurück ins Jahr 1946
Noch einmal zurück in das Jahr 1946: Am 13. Januar 1946 erhielt der Priester Paul Schunk aus Köln-Lindenthal den Auftrag, der Gemeinde als Vorsteher zu dienen. Für Paul Schunk war dieser Auftrag eine sehr schwere körperliche Belastung, über die er aber nie geklagt hat. Er war mir einer Querschnittslähmung aus dem Krieg zurückgekommen. Zu seinen körperlichen Leiden kamen in jenen Tagen auch noch die allgemeinen Probleme der Nachkriegszeit: Die damals schon existierende Straßenbahn, die Linie F, hatte noch keinen festen Fahrplan. Wenn er nun zum Gottesdienst musste, hielt er kurzerhand eine Kohlenbahn an. Der Lokführer kannte ihn und ließ ihn auf einem der Waggons mitfahren. Er kam auch sicher und pünktlich in Frechen an – aber wie? Voller Ruß und Kohlenstaub. Vor dem bevorstehenden Gottesdienst musste er sich dann zunächst einmal gründlich reinigen.
1948
Ab dem 27. November 1948 diente Paul Schunk dann wieder als Priester In Köln-Lindenthal. Für die Gemeinde Frechen waren in der Folgezeit verschiedene Vorsteher zuständig: Vom 27.11.1948 bis zum 1.7.1953 der Priester Hans Zier aus Köln (er diente später als Evangelist, zuletzt bis zu seiner Inruhesetzung als Bischof), von 1.7.1953 – 24.1.1955 der Priester Georg Ahlers, vom 13.2.1955 bis 21.1.1956 der Evangelist und spätere Bezirks-Evangelist Otto Polzin. Ab dem 21.1.1956 diente dann wieder Paul Schunk der Gemeinde als Vorsteher, bis zu seinem Tod am 29.4.2971.
1943
Im Jahr 1943 traf die Gemeinde ein harter Schlag. Durch einen Bombenangriff verlor der Vermieter der damaligen Versammlungsstätte seine Wohnung und benötigte das kleine Gotteshaus für seine eigene Familie. Für die neuapostolischen Gemeindemitglieder blieb wieder nur der gerade in diesen Kriegstagen beschwerliche und oft gefährliche Weg nach Köln-Lindenthal.
1939
Im Jahr 1939 trat der Vorsteher Stender in den Ruhestand. Als neuer Vorsteher diente fortan der Evangelist Max Pankraz, ebenfalls aus Köln.
1936
Da die bisherige Versammlungsstätte nicht mehr ausreichte, bezog die Gemeinde gleichzeitig ein neues Heim. Man hatte schon längere Zeit nach einer größeren Räumlichkeit gesucht; es blieb zuletzt aber nur die Möglichkeit, in der Alte Straße einen verfallenen Stall anzumieten, in dem aber noch zwei Schweine und eine Ziege hausten. In kurzer Zeit wurde aus diesem Stall in Eigenleistung der Gemeindemitglieder eine ansprechende Versammlungsstätte hergerichtet, sehr zum Erstaunen des Vermieters. Nachdem 1936 dieser Stall aufgestockt wurde, konnte in die so entstandene Wohnung der erste Amtsbruder aus Frechen, der Unterdiakon Georg Ernst, dort einziehen. Somit war für die Frechener Gemeindemitglieder immer ein Seelsorger erreichbar.
1931
Am 1. Dezember 1931 wurde die Gemeinde Frechen selbständig und erhielt in dem Priester Hermann Stender aus Köln den ersten Gemeindevorsteher.
1927
Es waren zunächst nur wenige Menschen, die aus Frechen kommend die Gottesdienste der Neuapostolischen Kirche in Köln-Lindenthal besuchten. Am 9. und 11. September 1927 wurden dann die ersten Gläubigen durch den damaligen Stammapostel Hermann Niehaus aus Quelle bei Bielefeld in die Gemeinde aufgenommen und somit zu neuapostolischen Christen.
Es wurde dann auch – um den Gläubigen den Weg nach Köln zu ersparen – ein Raum in einer Baracke in der Rosmarstrasse angemietet, um dort Gottesdienste abzuhalten. Leider währte die Freude über diesen ersten Gottesdienstraum nur ca. 6 Wochen. Als an einem Sonntag die Gemeinde sich zum Gottesdienst versammeln wollte, war der Raum einer fremden Familie als Wohnraum zur Verfügung gestellt worden. Somit mussten die Gemeindemitglieder wieder nach Köln-Lindenthal fahren, um dort die Gottesdienste zu besuchen.
Kurze Zeit später erklärte sich aber ein Zimmermann namens Schlemm, der die kleine Schar treuer und gottesfürchtiger Menschen bewunderte, bereit, ein Anbauzimmer in seinem Haus in der Friedensstraße zur Verfügung zu stellen.
1921
Nachdem die Neuapostolische Kirchengemeinde in Köln-Lindenthal 1921 gegründet war, hat der damalige Vorsteher dieser Gemeinde, der Bischof Heinrich Achenbach, die jungen männlichen Gemeindemitglieder gebeten, auch in den ländlichen Gebieten um Köln die neuapostolische Glaubenslehre zu verkünden. Diese Gruppen erhielten den Namen ‚Stoßtrupp’. So kam auch ein ‚Stoßtrupp’ nach Frechen.